Derzeit arbeite ich an meinem ersten Roman. Seit zwanzig Jahren möchte ich diese Geschichte aufschreiben. Sie ist mir nicht genau so passiert, aber so ähnlich, ich würde den Text daher als "autofiktional" beschreiben.
Warum habe ich so lange dafür gebraucht?
Dafür gibt es mehrere Gründe.
Der wichtigste Grund ist, dass mich die Geschehnisse damals komplett aus der Bahn geworfen haben. Mein ganzes Selbstbild war danach in Frage gestellt. Ich hatte keine Worte für das, was mir passiert ist. Vielleicht geht es anderen ja auch so, wenn sie etwas besonders Krasses erlebt haben, ich denke da an sexualisierte Gewalt, z.B. so Geschichten, wie wir sie seit "Me-too" alle leider nur zu gut kennen.
Der zweite Grund war, dass ich zwei (wundervolle) Kinder bekommen habe, die jetzt langsam erwachsen werden. Um die musste ich mich auch erst einmal kümmern.
Und dann musste ich mein Leben finanziell auf stabile Beine stellen. Ich musste umschulen, viel Neues lernen, bis ich sagen konnte:
Jetzt endlich habe ich überhaupt erst die KAPAZITÄTEN, mich dem Schreiben zu widmen.
Insgesamt also ein großer Kraftakt: Selbstheilung, Care-Arbeit, Leben auf die Reihe kriegen.
Um so stolzer bin ich, dass ich es bis hierhin geschafft habe.
Mein Ziel: eine Agentin/einen Agenten finden, die/der mir hilft, den Text zur Veröffentlichung zu bekommen.
Drückt mir die Daumen, dass es klappt!
Studium Theaterwissenschaften und Regie in
Gießen und in Berlin
Studium Islamwissenschaft (abgebrochen)
Studium Anglistik und Germanistik